New York City im Ausnahmezustand

Wie einige Wissen war ich letztes Jahr zweimal in Amerika. Das eine mal leider zum dem Zeitpunkt als Hurrikan Sandy über NYC fegte. Es war leider nicht all zu schön aber eben eine weitere Erfahrung die man mit nimmt. 

Zum Zeitpunkt des Abfluges in Frankfurt wusste ich noch gar nichts von dem kommenden Sturm und als ich davon hörte dachte ich nicht, dass der dieser Sturm solche Ausmaße annehmen wird.
Zwei Tage vor dem Hurrikan wurden plötzlich alle Geschäfte am Times Square geschlossen. Die Restaurants, die Café's, die Shoppingläden - alles wurde verschlossen und dicht verriegelt u.a. mit Sandsäcken. Nur eine kleine Papier-Notiz an der Tür wies die Leute daraufhin, dass die Geschäfte in der nächsten Zeit erstmal geschlossen blieben. Kein Mc Donalds, Starbucks oder Kiosk hatte mehr offen. Einzig und allein die kleinen Supermärkte hatten gelegentlich noch geöffnet, doch da war der Getränke und Essensvorrat sehr gering und meistens schon komplett leer geräumt.
In der Nacht des Hurrikans wurde der Times Square komplett gesperrt und es hieß in den Nachrichten "Bleiben Sie zuhause und halten Sie sich von den Fenstern fern". Wir saßen also auf unserem Hotelzimmer und warteten ab. Was will man sonst auch tun?
Irgendwann um 21 Uhr schaute ich plötzlich aus dem Fenster und wie auf Knopfdruck erlosch das Licht in der kompletten Stadt. Stromausfall.
In den gegenüberliegenden Häusern sah man in allen Stockwerken die Taschenlampen angehen. Das war ein sehr beängstigendes Gefühl weil man nicht darauf gefasst ist, dass so etwas in einer Stadt wie NEW YORK CITY jemals passieren würde.
Wir haben (zum Glück) nicht viel von dem Sturm mitbekommen da unser Hotel sehr zentral in der nähe vom Times Square gelegen war. Doch selbst am Tag darauf war der Strom noch nicht zurück gekehrt. So mussten wir also (passend zu Halloween) die Notausgangs-Treppe hinunter laufen und wurden von kleinen Teelichtern geführt. Es fuhr keine U-Bahn und kein Bus, da die U-Bahn Tunnel komplett unter Wasser standen. Die Grand Central Station war geschlossen. Batterie Park, Wall-Street und Long Island standen ebenfalls unter Wasser. Die Flughäfen waren geschlossen und alle Flüge gestrichen. Die Brücken aus Manhattan raus waren gesperrt. Ein abgebrochener Kran, nähe Central Park, der im 35. Stock hängt und jede Minuten runterfliegen kann. Abesperrte Straßen, ausgerissene Bäume und zerstörte Häuser. Kein Strom, kein Benzin, kein Wasser, kein Essen. 

Ausnahmezustand. 
Geisterstadt.

Eigentlich bin ich kein Katastrophen-Fotograf, doch gerne hätte ich mich noch viel mehr in die "gefährlichen" Gegenden begeben um die Eindrücke ein bisschen besser festhalten zu können. Doch Sicherheit geht vor.

Anbei also ein paar kleine Impressionen.

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